Jana aus Kassel – eine Bestandsaufnahme.

Am Wochenende verbreitete sich ein Video einer jungen Frau aus Kassel in den sozialen Netzen. Es ging viral. Und ebenso schnell entfaltete sich auch eine Debatte darüber.

Es zeigt eine junge (22) Jahre alte Frau, die auf einer Demo der Querdenker spricht und angibt, dass sie wie Sophie Scholl fühlt weil sie jetzt auch Demos anmeldet und im „Widerstand“ ist.

Daraufhin kommt ein Ordner, wirft sein Ordnerleibchen hin und teilt mit, dass er nicht bereit ist bei solch einem „Schwachsinn“ mitzumachen, da es „Holocausrelativierung“ sei.

Die junge Frau weint, dreht sich um und lässt das Mikro fallen. Gerade dieser Umstand (der Mic Drop) macht das Video zu einem Hit.

Hier setzt die Debatte an. Es folgt die Aufregung darüber, der Versuch der Erklärung mit mangelnder Bildung, gemischt mit Ableismus, die Veralberung („Fühl mich wie Jesus, weil ich es auch mal im Kreuz hab“), bis hin, aufgrund der Entrüstung, zu Solidaritätsbekundungen.

Viel davon geht am notwendigen Problemdiskurs vorbei.

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