Wildvogelhilfe Leipzig – ehrenamtliche Naturschutzarbeit

Ein stiller Sommer.
Vögel sind bedroht. Der dramatische Rückgang der Biomasse von Insekten, der Verlust von Lebensräumen und Gefahren durch Menschen bedrohen Vögel.
In Leipzig kümmert sich die Wildvogelhilfe Leipzig um verletzte Tiere.
Bis zu 100 Anrufe kommen jeden Tag. Das kleine ehrenamtliche Team um Karsten vom NABU-Regionalverband Leipzig kann nur 30 am Tag bearbeiten.
60 Prozent der Verletzungen gehen dabei auf den Menschen zurück.
Häufigste Ursache: Scheiben, gefolgt von Hauskatzen.
Aktuell werden unter anderen Rauch- und Mehlschwalben betreut, Pirole, Mauersegler, Meisen, Buchfinken. Mehr als 30 Tiere.

Unterstützung erfahren Sie auch durch die Naturwacht.
Alles ehrenamtliche Arbeit, die komplett durch Spenden finanziert wird. Wir brauchen Hilfe.
Helft mit, rettet die Natur und unterstützt die Wildvogelhilfe.

Die Wildvogelhilfe finanziert die Arbeit zur Tierrettung sowie Futter und Material ausschließlich aus Spenden und freut sich über jede Hilfe!
Verwendungszweck: Wildvogelhilfe
IBAN DE88 8605 5592 1100 9119 59
BIC WELADE8LXXX
https://paypalspende.wildvogelhilfe-leipzig.de/

Herzlichen Dank allen Unterstützern!
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Hitzeplan, Trockenheit und Starkregen – was zu tun wäre

Gestern war vermutlich der heißeste Tag in Leipzig, jedenfalls seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Zwar wird es in den nächsten Tagen etwas kühler. Kräftiger Regen ist aber weiterhin nicht in Sicht und ab nächste Woche sollen die Temperaturen auch wieder über 30 Grad steigen.

Zur Hitze tritt als zusätzliches Problem das deutliche Niederschlagsdefizit, dass eine zusätzliche Belastung darstellt und insbesondere für Pflanzen und Tiere ein Problem ist und die Brandgefahr signifikant erhöht. Brände, die oft durch menschliche Fehler ausgelöst werden.

Umso unverständlicher ist es, dass auch gestern Bäume gefällt wurden und das mit Ausnahmegenehmigung der Stadt oder weiterhin Rasen gemäht wird.

Der Präsident des Umweltbundeamtes hat vor diesem Hintergrund angemahnt, dass die Städte sich viel stärker mit dem Thema Klimawandelanpassung auseinandersetzen müssen und dafür Hitzemaßnahmepläne aufstellen sollten.

Ein erster Schritt wäre, die weitere Versiegelung von Boden zu stoppen,
während der Hitzeperioden ein Verbot für die Wiesenmahd auszusprechen und Baumfällungen außerhalb der Fällsaison komplett zu untersagen und Verstöße konsequent ahnden.

Flächen in der Stadt müssen entsiegelt werden, Trinkbrunnen sollten geschaffen werden und die Bepflanzung mit Straßenbegleitgrün sowie Fassadenbegrünung sollte verpflichtend werden bzw. konsequenter umgesetzt werden.

Vom Umgang mit diesem Thema und der Anpassung an den Klimawandel hängen Menschenleben ab.

Alles Gute zum Earth Day in #Leipzig

Zum Earth Day, der eingeführt wurde um die Wertschätzung der natürlichen Lebensgrundlagen zu stärken und über den Konsum nachzudenken, kleinere Anmerkungen zur Rolle der Natur und Umwelt am Beispiel Leipzig.

Grundlage dafür sind mehrere Anfragen meiner Fraktion zum Thema.

Der NABU-Regionalverband Leipzig schätzt, dass die Stadt im Jahr einen Verlust an bis zu 10.000 Bäumen erleidet und zwar ersatzlos. Auch in der Anfrage räumt die Stadt ein, dass zwar im Bereich der Straßenbäume pro Jahr ein Zuwachs erfolgt aber in den letzten Jahren pro Jahr deutlich mehr als 1500 Parkbäume verschwunden sind, so dass ein Verlust im vierstelligen Bereich bleibt.

Fällungen auf privaten Bauflächen, Verlust von Grünflächen und Waldbäumen sind nicht mit eingerechnet.

Ebenfalls hat die Stadt eingeräumt, dass in den letzten Jahren insgesamt ein Verlust an Grünflächen in der Stadt steht. Indirekt gibt die Stadt damit dem NaBu recht, der von einer schrumpfenden Stadt spricht.

Auswege aus dieser Situation sind nicht zu sehen. Spannend ist auch, dass die Stadt einräumt, dass im Bereich der Baumschutzsatzung zu wenig kontrolliert wird und 1/3 aller beantragten Fällungen aufgrund fehlenden Personals als Fiktionsbescheinigung erteilt wird, also ohne fachliche Prüfung.

Weiterhin räumt die Stadt ein, dass eine effektive Kontrolle von Fällungen innerhalb der Brutsaison nicht stattfindet und die Bußgelder ohnehin keine abschreckende Wirkung entfalten. Für einen Großteil der Bauträger sind die Bußgelder nicht von Bedeutung und entfalten damit keinerlei Wirkung.

Leipzig gehört daneben zu den waldärmsten Regionen in Deutschland. Der Auwald kaschiert dies notdürftig und führt gleichzeitig auch dazu, dass das Problem nicht ernstgenommen wird.

Hinzu kommt, dass es dem Wald extrem schlecht geht, da Wasser fehlt. Insbesondere fehlen durch die Eindeichung und Entwässerungsmaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte regelmäßige Überschwemmungsereignisse.

Dennoch wird weiterhin gebaut und immer noch werden primär Naturflächen für Baumaßnahmen in Anspruch genommen. Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünung werden nur zörgerlich eingesetzt.

Und die Mehrheit aller Stadträt*innen hat für das Problem Arten- und Umweltschutz überhaupt kein Interesse.

„Am Ende des Waldes“

Wir reden über die Klimakrise und darüber, was wir noch tun können, während wir unaufhaltsam in Richtung der Unbeherrschbarkeit der Auswirkungen der menschengemachten Situation laufen.

Einer der wichtigsten Punkte dabei wäre anzuerkennen, dass unser Lebensstil das Problem ist. Dass das materialistische Wohlstandsversprechen, dass sich in immer größeren Wohnungen, Autos, Flugreisen und Steaks materialisiert, eine Lüge ist, die am Ende in die globale Katastrophe mündet.

Und der erste Schritt ist zu erkennen, dass unser Lebensstil massiv Schulden für kommende Generationen anhäuft. Deswegen müssen wir stärker nicht nur über Nachhaltigkeit, sondern auch über Suffizienz sprechen.

Aber diese unbequeme Wahrheit, dass ein „höher, schneller, größer und weiter“ nicht unbegrenzt zur Verfügung steht, wird von Politiker*innen selten ausgesprochen.

What about Leipzig?

Leipzig ist nach wie vor eine der am dynamischsten wachsenden Städte Deutschlands. In der Folge wird Wohnraum knapp und neue Baugebiete werden erschlossen. Dies auch, weil die Wohnungsgrößen kontinuierlich zugenommen haben.

Mit dem Wachstum der Städte schwindet jedoch auch die Anzahl an Grünflächen und Bäumen, die wir aber dringend brauchen. Grünflächen sind ein effektiver Beitrag zur Veränderung des Mikroklimas. Mit der Zunahme an tropischen Tagen brauchen wir mehr natürliche Grünflächen und Straßenbäume in der Stadt und ausreichend viele Kaltluftschneisen.

Der Leipziger Auwald, dem es aufgrund des übersteuerten Gewässerknotens und der damit fehlenden Auendynamik nicht gut geht, täuscht darüber hinweg, dass Leipzig deutlich zu wenig Waldflächen hat. Schmale 6,5% Waldfläche gibt es. Anzustreben und festgelegt sind 10%.

Wie mehr Waldflächen geschaffen werden können, ist derzeit offen. Die Aufstockung des Programms für Straßenbäume ist zwar erfolgreich, aber in der Summe von Park- und Straßenbäumen, ohne Waldbäume, haben wir in den letzten Jahren aufgrund zahlreicher Verluste dennoch einen negativen Saldo.

Statt mehr Bäume zu gewinnen, verlieren wir jedes Jahr viele. Eingriffs- und Ausgleichsflächen nicht eingerechnet.

Hitzestress, Extremwettereignisse wie auch die Zunahme von Stürmen werden die Probleme noch verschärfen. Diese Veränderungen kommen schneller als Politik und Gesellschaft bereit sind zu handeln.

Was notwendig wäre, ist eine Aufstockung der Mittel für das Straßenbaumkonzept um jedes Jahr tatsächlich ein Wachstumsplus von 1.000 Bäumen zu erreichen.

Bebauungspläne müssten deutlich stärker bestehende Grünflächen in den Blick nehmen und versuchen Bestandsbäume zu erhalten, als zunächst die Flächen zu planieren und dann am Ende notdürftig mit künstlich angelegten Parks und einzelnen Bäumen entgegen zu steuern.

Das Programm zur Fassadenbegrünung muss viel stärker Fahrt aufnehmen. Die Zielstellung muss es sein, dass jedes neue Haus in Leipzig verpflichtend über Regenwasserzisternen, als auch über Brauchwasserspeicher, Fassaden- und Dachbegrünung sowie eine Solaranlage verfügt.

Meistens wird in der Klimakrise diskutiert, dass man doch positiv formulieren muss, um deutlich zu machen, dass wir das 1,5°C-Ziel noch erreichen können. Die Wahrheit ist an der Stelle die Lüge. Wir werden lernen müssen mit der Katastrophe zu leben und unsere einzige Chance ist, alles dafür zu tun, um ihr Ausmaß einzudämmen und ihre Folgen erträglich zu gestalten. Diese Chance ist da und wir können sie nutzen.

Das sind die schlechten Nachrichten, die meist niemand hören will. Die gute Nachricht am Ende: Die schlechten Nachrichten werden wir alle erleben und uns davon überzeugen können.

Gehen wir es an und verhindern, dass es dazu kommt.

Dieser und weitere Artikel erschienen im Ratschlag Grüne Fraktion Leipzig

Umweltschutz in der wachsenden Stadt – Leipzig

Umweltschutz in der wachsenden Stadt oder die nahende Katastrophe.

Leipzig ist eine wachsende Stadt. Diese Erkenntnis ist banal. Wie steht es eigentlich um den Umwelt- und Naturschutz.

Fakt ist, dass Leipzig in den letzten Jahren nur im Bereich Straßen- und Parkbäume einen negativen Saldo von mehreren hundert Bäumen pro Jahr hat. Die angedachten 1000 neuen Straßenbäume pro Jahr sind bislang nicht ansatzweise (2021, 650) erreicht wurden. Zum Vergleich die Angaben der Stadt:


Mit dem Verlust von Waldbäumen und Rodungen von Grünflächen haben wir pro Jahr ein Verlust mehrerer tausend Bäume. Pro Jahr!

Flächen für Park- und Grünflächen gibt es kaum, Flächen für die Waldmehrung erst Recht nicht, wobei der Anteil an Waldflächen in Leipzig mit 6,5 % deutlich unterdurchschnittlich ist. Der Auwald kann darüber nicht hinwegtäuschen.

Mehr als 10 Prozent der beantragten Baumfällungen können durch die Stadtverwaltung, aufgrund mangelnden Personals nicht (!) geprüft werden und werden als sogenannte Fiktionsbescheinigung genehmigt.



Auch Ausgleichsmaßnahmen werden nicht in vollem Umfang kontrolliert.

Eine Idee wie der Verlust an Grünflächen in Leipzig ausgeglichen werden kann besteht nicht.

Es ist nachvollziehbar, dass man mehrere Nutzungsinteressen in Ausgleich bringen muss aber Bäume und Grünflächen sind Grundlagen der Biodiviersität, die auch für unser Leben Voraussetzung sind, spenden Schatten und kühlen, was im Prozess der klimatischen Erwärmung um so wichtiger wird.

Wir steuern sehenden Auges auf das nächste Problem zu.

Vom Aussterben – über den wachsenden Verlust von Grünflächen in Leipzig.



Leipzig ist einer der am stärksten wachsenden Städte Deutschlands. Der Wohnungsmarkt ist angespannt, weswegen gebaut wird. Was verschwindet sind Grün- und Brachflächen, die die Stadt auch lebenswert gemacht haben.

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„Weil jetzt ein solcher Tag ist, ändert man nicht die Politik.“

„Weil jetzt ein solcher Tag ist, ändert man nicht die Politik.“

So hat sich der CDU Kanzlerkandidat angesichts der Bilder aus Rheinland- Pfalz und Nordrhein- Westfalen geäußert.

Wie in Super SloMo sind wir Teil einer Katastrophe. Sehr nah. Zu schnell, als das Zeit bleibt und zu langsam als das es uns ständig begleiten würde.

Nach den Unwettern, in einer Troglage, die das Tief Bernd zwischen zwei Hochdruckwetterlagen eingezwengt hat, mit dem Ergebnis, dass wenig Bewegung aber viel Niederschlag kam, ist Zeit zum Aufräumen.

Stand jetzt: sind mindestens 80 Menschen gestorben, Dutzende werden noch vermisst. Ganze Ortschaften sind verwüstet. Es ist keine normale Flut, es ist eine Katastrophe.

Eine Katastrophe mit Ansage, mit Vorgeschichte.
Auch früher hat es Extremwetterlagen gegeben. Starkregenereignisse etwa, oder sehr viel Niederschlag, der sich auf einen bestimmte Fläche konzentriert, mit der Folge von temporären Hochwassereignissen.

Der Klimawandel aber zeigt uns, dass die Wahrscheinlichkeit für Extremwettereignisse zugenommen hat. Weiterhin zunimmt und zwar, dass ist das eigentlich schockierende, in einer Geschwindigkeit, die die bisherigen Prognosen übertrifft.

Seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist klar, dass wir auf eine Katastrophe zusteuern. Die Dringlichkeit zum Handeln von Jahr zu Jahr zunimmt. Seit geraumer Zeit wird darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit von Extremwettereignissen: wie Dürre einerseits und temporären Hochwassereignissen zunimmt. Nur die Politik wollte es nicht wahrhaben.

Immer dann wenn entschiedenes Handeln gefordert wird, folgen die Gegenargumente. Man muss doch die Menschen mitnehmen und die Arbeitsplätze.

Die meteorologische Lage auf diesen Planeten, in diesem Jahr zeigt mit Nachdruck, dass wir keine Zeit mehr haben. Zeigt, dass es mit ein bisschen Klimaschutz schon lange nicht mehr getan ist.

Weltweit gesehen schmilzt das Eis schneller als erwartet, tauen die Permafrostböden schneller als gedacht, was zusätzlich Methan freisetzt, nehmen Hitzewellen und Starkregenereignisse zu und das alles in einer Geschwindigkeit, die die Prognosen des IPCC übertrifft.

Fakt ist, der Klimawandel ist und ist weit schneller als erwartet. Fakt ist auch, dass die Katastrophe auf die wir, nach wie vor faktisch ungebremst zusteuern, bei vielem Menschen immer noch nicht im Bewusstsein angekommen ist.

Es geht nicht um die Frage, ob der Kanzlerkandidat der Union „Junge Frau“ gesagt hat, oder in seinem Dialekt „Entschuldijung Frau ….“ sagen wollte.

Es geht um den nachfolgenden Satz, dass man wegen eines Ereignisses, seine Politik nicht ändert. Nein, wegen eines Ereignisses sicher nicht aber unter Berücksichtigung aller Umstände ist es höchste Zeit alles zu ändern.

Es geht um nichts weniger als das Überleben der Menschheit auf diesen Planeten und die Zeit läuft uns davon.

Wasser für den Wald oder Abschied vom Auenwald.

Dem Leipziger Auwald, immer noch einer der bedeutendsten in der Mitte Europas und seiner Art einmalig geht es schlecht.
Sehr schlecht. Es fehlt das Wasser. Der Auwald, entstanden vor mehr als 7000 Jahren, als am Oberlauf der Flüsse Holz geschlagen wurde und das Wasser der Flüsse die Sedimente mitnahm um sie als Auwald Lehm anzulagern.

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Trockenheit

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Wir erleben eine Trockenheit historischen Ausmaßes. Das ist inzwischen bekannt. Und es mag den ein oder anderen täuschen, weil doch noch letzte Woche Regen fiel. Es hängt auch damit zusammen, dass der Mensch ein extrem schlechtes Wettergedächtnis hat. Wir lassen uns von uns selbst täuschen. Bislang schien der Sommer normal zu sein, bis jetzt die Hitze alles bricht.

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Allein die statistischen Daten lügen nicht. Auch dieses Jahr ist es zu trocken, zum Teil viel zu trocken. Ankommender Regen, bleibt im Oberboden und kann das Defizit der letzten Jahre nicht annährend ausgleichen. Nein, es wird schlimmer.

Darunter leidet das Grün und verzweifelte Aufrufe Bäume zu gießen folgen. Bis hin zu einer völlig verfehlten Grünflächenpflege in den Städten. Bei großer Trockenheit und Hitze, wie in Leipzig, Wiesen millimeterkurz alle 2 Wochen zu mähen, ist nicht nur ökologischer Unsinn sondern fördert die Versteppung der Landschaft.

Bei den Bäumen wiederum wird es schwieriger. Gerade bei den Jung- und Straßenbäumen macht das gießen tatsächlich Sinn. Das Oberflächenwasser durch einen Eimer Wasser hat hier die Chance tatsächlich die Wurzeln zu erreichen. Bei Parkbäumen und Altbäumen ist das schwieriger. Wurzeln in anderthalb Metern Tiefe werden nicht erreicht. Der gute gemeinte Tropfen auf den heißen Boden erreicht die Wurzeln gar nicht.

Entsprechend sehen die Zahlen etwa für Leipzig aus. Im letzten Jahr gingen ca 500 Straßenbäume verloren und etwa 1500 Parkbäume.

Ein enormes Defizit. Hinzu kommen mehrere Folgeprobleme: der Boden gerade in den Städten ist extrem verdichtet, was dazu führt, dass Wasser schlecht abfliessen und eindringen kann. Ausgetrockneter Boden kann ohnehin kaum Wasser speichern.

Einzelstehende Bäume sind darüber hinaus auch anfälliger für Stress. Während Baumgruppen nicht nur Schatten spenden sondern auch das Mikroklima kühlen, sind Baumgruppen auch gegenüber Hitze und Trockenheit resistenter.

Bekanntermaßen heizen sich die Städte stärker auf als das umgebende Land. Grünflächen stehen aber im Jahrhundert der Städte, beschrieben als Prozess der Landflucht, in Konkurrenz zur Bebauung als sogenannter Nahverdichtung, die wiederum das ausbreiten der Städte, mit immer weiter gehender Flächenversiegelung stoppen soll und energetische Vorteile hat.

Diese energetischen Vorteile werden aber schnell wieder verbraucht wenn in den Beton und Steinstädten immer mehr Klimaanlagen eingebaut werden müssen. Durch das Problem was wir vorgeben zu lösen, werden also neue geschaffen.

Wir brauchen daher ein Umdenken. Wir brauchen deutlich mehr Wald- und Grünflächen und nicht weniger. In den Städten braucht es Kaltluftentstehungsinseln, mehr Straßenbäume und verpflichtende Einbauten von Regenwasseranlagen um den Niederschlag besser zu nutzen.

Und all das muss sehr schnell geschehen. Denn der Klimawandel wartet nicht nur nicht auf uns, seine Entwicklung stellt die Prognosen in den Schatten.

Wer sich etwa die Prognosen des Landesamtes für Umwelt und Geologie des Landes Sachsen anschaut, dem darf Angst und Bange werden. Denn das was wir erleben, ist erst der Anfang und unsere Anpassungsgeschwindigkeit hält dabei nicht mit.

Wir müssen jetzt handeln: für mehr Grün und mehr Bäume.

Natur und Mensch – über das Problem in den Städten

Gestern Abend habe ich einen zornigen Beitrag geschrieben. Er handelt von der zunehmenden Zerstörung der Wälder durch den Menschen, durch achtloses Nutzen, durch anlegen von Trampelpfaden, Lagefeuern, Mountainbikestrecken und co. Er zeigt Bilder der Zerstörung, von verdichteten Waldböden auf denen nichts mehr wächst, von heruntergebrannten Wiesenstücken

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