Sozialer Wohnungsbau

Heute wurde im sächsischen Landtag über sozialen Wohnungsbau gesprochen. Eine Möglichkeit um mehr bezahlbaren Wohnraum, bezahlbar für die Einkommensschwachen, zu schaffen.

Ein CDU Abgeordneter hat sich dazu so eingelassen, dass er solange gegen sozialen Wohnungsbau kämpfen werde, wie es in Coswig oder Großenhain noch freie Wohnungen gebe. Er nahm damit auf Dresden und das Umland Bezug. Weiterlesen „Sozialer Wohnungsbau“

You are next. – What About the Clubsterben?

Worte füllen den Raum. Die Stadt Leipzig und die Stadtbau, Eigentümerin des Geländes am bayrischen Bahnhof geben bekannt…
Bedeutungsschwanger hallen die Worte nach.

Neue Wohnungen sollen gebaut werden – endlich. Seit Jahren gibt es schon Planungen und Überlegungen und nun endlich könnte es losgehen. Ein neues Stadtviertel mit Wohnungen, Kitas und Schulen. Wohnungen, die gebraucht werden, ebenso wie soziale Infrastruktur. Unabhängig von der Frage, wer die neuen Wohnungen dann bezahlen kann. Weiterlesen „You are next. – What About the Clubsterben?“

Sachbeschädigungen an neuen Häusern; Lösungen zur Problematik der Verdrängung.

Erneut kam es an neu gebauten Häusern in Leipzig zu Sachbeschädigungen. Dies wurde im Sachsenspiegel in der letzten Woche thematisiert. Verschiedentlich wurde ich darauf angesprochen, da ich im Beitrag gesagt hatte, dass „irgendwann der Kessel explodiert“. Einige verstanden diese Aussage als Rechtfertigung.

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Nachdenken über Wohnraum

Immer mehr Menschen in den urbanen Großräumen sind von Mietsteigerungen betroffen. Immer mehr bezahlbarer Wohnraum fehlt.

Nachrichten, die irgendwie sachlich klingen, schwer vorstellbar was es bedeutet. So wunderbar abstrakt, dass das einzelne Leben, der einzelne Mensch, das einzelne Schicksal dahinter verschwindet. Weiterlesen „Nachdenken über Wohnraum“

#Besetzen – Anmerkungen zur Debatte

Die Besetzung von mehreren leeren Häusern in Berlin hat zu erregten Diskussionen geführt.
Überhaupt scheint das Thema hochgradig emotional besetzt zu sein. Zeit um auf ein paar Knackpunkte der Debatte hinzuweisen.

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Großes Mieter*innentreffen am 09.05.

Anbei gesichert die Pressemitteilung von Leipzig für Alle zum Treffen heute
Leipzig. Nach der ersten großen Mieter*innendemonstration in Leipzig, an
der bis zu 1400 Menschen teilnahmen, findet am 09.05. um 19 Uhr im
Pögehaus Leipzig, Hedwigstr. 20, das nächste Initiativtreffen statt.
Gemeinsam mit Betroffenen und Interessierten soll erörtert werden, wie
es weitergehen kann.

„Die Debatte über Verdrängung in Leipzig hat weiter Fahrt aufgenommen.
Immer deutlicher wird, dass wir in Leipzig inzwischen ein massives
Problem aufgrund von Mietsteigerungen und Verdrängungseffekten haben.
Immer mehr Menschen leiden unter der Entwicklung am Wohnungsmarkt.
Die Demonstration hat einen Teil dieser Problematik beleuchtet und ins
öffentliche Bewusstsein getragen. Nun geht es darum die nächsten
Schritte zu tun, Betroffene miteinander zu vernetzen und gemeinsam zu
diskutieren, wie es weitergehen kann und weitergehen muss.“, so eine
Sprecherin der Initiative.

Auch wenn die Vergleichsmieten in Leipzig im Bundesvergleich immer noch
überschaubar scheinen, ist klar, dass bezahlbarer Wohnraum in Leipzig
ein Luxusgut ist und die Problematik auch den Mittelstand erreicht hat.

Dabei sind Fälle, wie im Leipziger Westen, wo noch bewohnte Häuser als
unvermietet weiterverkauft werden oder Fälle, wo mittels rechtswidriger
Maßnahmen (defekte Heizungen, abgehangene Fenster, Unterbrechung der
Stromversorgung) versucht wird, Mieter loszuwerden, bei weitem keine
Seltenheit mehr.

„Wir brauchen mehr Druck und eine öffentliche Debatte darüber, in
welcher Stadt wir zukünftig leben wollen. Darüber möchten wir in einer
offenen Runde mit allen Menschen diskutieren.“

 

Vermieterterror ein Fall aus Leipzig, im Protokoll

Wie erzählt man Sachen, die sich so unfassbar anhören, dass man sie nicht glauben kann. Am besten von Anfang an. In der Jahnallee 14 steht ein wunderschönes inzwischen baufälliges Gründerzeithaus, dessen Geschichte unglaublich ist. Es ist auch die Geschichte des Widerstandes.

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Hai frisst Hai – Warum der Fall Karstadt Beachtung verdient.

Karstadt in Leipzigs Innenstadt soll weichen. Der Eigentümer fordert eine Mieterhöhung von knapp 70 % und der Betreiber will sie nicht zahlen. Was droht ist die Schließung und der Verlust von 400 Arbeitsplätzen.

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Gentrifizierung Leipzig- eine Intervention

Demonstration: Recht auf Stadt

Datum 20.04.

Vorab: Treffen am  07.03. um 20 Uhr im Interim

zur Beteiligung sind alle Aufgerufen. Bringt euch ein.

Leipzig ist eine der am dynamischsten wachsenden Städte Deutschlands. Damit einhergehend hat der Druck auf den Immobilienmarkt seit 2011 kontinuierlich zugenommen und dazu geführt, dass der Wohnungsmarkt inzwischen angespannt ist. In der Folge steigen die Mieten rasant. Die Anzahl von Modernisierungsankündigungen und Mieterhöhungen ist ebenso exponentiell gestiegen wie die Zwangsräumungen. In rasanter Geschwindigkeit wird die Stadt umgestaltet. Zwar gelten Kaltmieten von 12 -14 € pro Quadratmeter im Vergleich mit anderen Großstädten noch als moderat. Dabei wird aber oft vergessen, dass das Einkommensniveau in Leipzig deutlich tiefer ist. In einer Situation, in der mehr als 30 % des Einkommens für die Miete aufgewendet werden müssen, steht die Stadtbevölkerung vor einem Problem, dass wirklich nur noch durch beherztes politisches Eingreifen zu bewältigen ist.

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Gentrifizierung- Was wir jetzt tun

In einigen meiner letzten Posts hatte ich mich zum Thema Gentrifizierung ausgelassen und diese kritisiert bzw deren Wirkungen, wie Mietsteigerungen, Verdrängung von sozial Schwächeren, Verlust von Freiräumen.

Wir wollen nicht nur klagen, wir wollen handeln. Am 20.04.-22.04. findet in Leipzig von Leipzig – Stadt für alle das Forum Recht auf Stadt statt.

Wir, mehrere von Gentrifizierung Betroffene, planen für den 20.04. eine Demonstration um auf die verschiedenen Aspekte hinzuweisen und unsere Forderungen nach einer Stadt für Alle, bezahlbaren Mietpreisen, den Erhalt von Freiräumen, etc. auf die Straße zu tragen.

Wir wollen zeigen, dass wir nicht Wenige sind, die sich um die Entwicklung der Stadt Sorgen machen, sondern das wir gemeinsam die Stadt gestalten wollen.
Wir wollen auch denjenigen, die meinen das Projekte wie Thalysias Höfe (Scheffelstr. knapp 15 € pro qm) für sozialadäquat halten, unsere Meinung deutlich vermitteln.

Und wir brauchen euch. Tragt euch das Datum ein und meldet euch wer Lust hat an der Projektplanung mitzuwirken. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft.