So schön und so vorbei. Abschied Teil 2.

Ein letztes mal tauchen wir ein in die Nacht, werden die eine Welt hinter uns lassen und die andere betreten.

Sonnabendnacht, der zweite Tag des Endes. Eines Endes für das So&So, für dieses Kleinod der Leipziger Clubszene vielleicht zu vergleichen mit dem Sisyphos Berlin.
Wir haben das Ende verschoben, hinausgezögert, aufhalten konnten wir es nicht. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und da wo für uns das Paradies unserer Träume war, wird bald ein neues Viertel stehen.

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Eines langen Tages – Reise in die Nacht. Abschied vom So&So.

Eines langen Tages – Reise in die Nacht. Abschied vom So&So.

Die Nacht, dieser unendliche Möglichkeitsraum, eingehegt auf einem alten Bahngelände im Norden Leipzigs, da wo sonst wenig ist und selbst die Süddeutsche Zeitung über den vergessenen Norden sprach. Da draußen vor der Tür, mitten im Nirgendwo, liegt das So&So

Wenn man an Subkultur, an Clubs, an Freiräume denkt in Leipzig, denkt man an die durchgentrifizierte Südvorstadt mit der Karli, die auf das Bermuda Dreieck in Connewitz zuläuft mit der alternativen Kultur und den wilden Räumen, die in der Öffentlichkeit gern verklärt werden. Im Osten schließt sich Hipsterhausen an, mit eigenen Clubs, Orten und Treffpunkten und den vielen, kleinen halblegalen Ladenkneipen und Kleinclubs, die abseits der Öffentlichkeit Räume geben. Im Westen in Plagwitz, wo der Gründermythos wieder neue Kraft erfahren hat und Stätten entstanden sind und zwischendurch wieder verdrängt wurden. Und in der Karl-Heine Straße jetzt schon Würstchenbuden den Blick stören sollen. Weiterlesen „Eines langen Tages – Reise in die Nacht. Abschied vom So&So.“

Wenn die Clubs sterben…

In vielen Städten ist die Clubkultur gefährdet. Entweder weil Städte wachsen und Räume weniger werden oder weil repressive Politik und ökonomischer Druck vielen Projekten die Luft zum Atmen nimmt.

Eine Klage in zunehmender Lautstärke, die man aus Hamburg und Berlin hört und auch aus Leipzig.
Clubs sind Katalysatoren einer gesellschaftlichen Entwicklung, schaffen Frei- und Erlebnisräume, führen Menschen zusammen. Weiterlesen „Wenn die Clubs sterben…“

Aus Freude am Tanzen.

Aus Freude am Tanzen.

Aufruf:

Eigentlich gab es in Leipzig keine Sperrstunde, sagte die Stadt. Im Gesetz stand sie, mit der Regelung, dass Clubs und Gastroeinrichtungen zwischen 5-6 Uhr geschlossen haben müssen. Früher wollte man damit mal für Ruhe sorgen, heute limitiert man die Nacht. Eine Putzstunde, ein gesetzlicher Zwang, der lange Zeit wie ein Damoklesschwert über den Clubs hing. Bis irgendwann das Institut für Zukunft Probleme bekam und nachweisen musste, dass der Club zwischen 5-6 Uhr geschlossen hat. Weiterlesen „Aus Freude am Tanzen.“