Leben.Lieben.Leipzig – eine Kritik

Leben.Lieben.Leipzig – Ich kam – sah und musste brechen. (Eine vorurteilsfreie, fast naturgetreue Beschreibung der Wirklichkeit- eine angemessene Kritik)

Vor einiger Zeit schrieb ich, in satirischer Überspitzung, was naturgemäß zu Diskussionen führte, eine Pre – Kritik zur neuen Soap aus Leipzig. Nun, gehöre ich zu der Art von Menschen, die ihre Vorurteile von Zeit zu Zeit einem Realitätsabgleich unterziehen, in der offenen Bereitschaft sich auf das Kommende einzulassen.

Ich habe also, wie viele andere Menschen auch, den Pilot der Serie gesehen. Meine Eindrücke möchte ich unbefangen und möglichst ohne Wertungen schildern und sie mit euch teilen, da ich befürchte, dass die Serie zum absoluten Trash- Kult verkommen könnte. Weiterlesen „Leben.Lieben.Leipzig – eine Kritik“

Advertisements

Erster Eindrücke aus der neuen Waffenverbotszone an der Eisenbahnstraße.

Die Zone war eingerichtet worden um wirksam gegen Kriminalität vorgehen zu können. Dass dies funktioniert darf hingegen bezweifelt werden. Geplante Straftaten werden den Umstand einspeisen und Anlasstaten lassen sich ohnehin damit nicht begegnen, zumal die Umsetzung nicht durch Revierpolizisten sondern die Bereitschaftspolizei erfolgt und die Verordnung rechtlich schlampig verfasst wurde. Weiterlesen „Erster Eindrücke aus der neuen Waffenverbotszone an der Eisenbahnstraße.“

Die Eisenbahnstraße oder Leipzigs erste Waffenverbotszone.

 

Die Eisenbahnstraße in Leipzig ist ab Montag die erste Waffenverbotszone in Sachsen überhaupt. Begründet wird dies damit, dass man ein wirksames Mittel haben möchte um gegen die Kriminalität vorzugehen, Wirklich? Ein paar Fakten und ein paar Zweifel. Weiterlesen „Die Eisenbahnstraße oder Leipzigs erste Waffenverbotszone.“

Leben.Lieben.Leipzig – ein Brief an RTL2

Vorab: Ja, Kulturkritik an RTL 2 ist schon Ironie an sich.

 

Liebes RTL 2,

ihr schreibt zur neuen Serie, die bereits in der Bravo und sonstigen Postillen gefeatured wurde:

„Leipzig ist jung, dynamisch, liebenswert, modern und herzlich. Eine Stadt für Trendsetter und alle, die es werden wollen. Die neue Vorabend-Soap ‚Leben. Lieben. Leipzig‘ greift das hippe Lebensgefühl von Sachsen größter Metropole auf.“ Weiterlesen „Leben.Lieben.Leipzig – ein Brief an RTL2“

Redebeitrag zur Mahnwache für den Hambacher Wald in Leipzig

Gastbeitrag von Wibke Engelsing, Ak Umwelt und Klimaschutz 42254644_10217401058046286_4857120374074114048_o

Wir vom AK Umwelt und Klimaschutz des Grünen Kreisverbandes solidarisieren uns mit den Aktionen und Kämpfen gegen die Rodung und den Kohleabbau im Hambacher Forst. Wir fordern mit den Menschen vor Ort in der Region den sofortigen Stopp der Arbeiten.

Es ist absurd, dass RWE jetzt – noch während die Kohlekommission tagt – Tatsachen schafft, obwohl absehbar ist, dass diese Kohle nicht mehr bzw. auf keinen Fall komplett gebraucht wird. Die beschlossenen Klimaziele sind mit dem Abbau der Braunkohle in diesem Tagebau eindeutig nicht zu erreichen!

Braunkohle ist der dreckigste Energieträger, den wir haben. Und nirgends wird mehr Braunkohle abgebaggert und verfeuert als in Deutschland. Deutschland ist dreckiger Braunkohle-Weltmeister. Und dabei  brauchen wir diese Braunkohle nicht mal!

Es gibt die viel beschworene Versorgungslücke nicht. Deutschland produziert wesentlich mehr Energie als hier verbraucht wird, die Überschüsse werden exportiert. Es gibt selbst in NRW Kraftwerksreserven z.B. von weniger schädlichen Gaskraftwerken, die bisher nicht ausgeschöpft werden.

Das Fraunhofer Institut hat im Auftrag von Greenpeace eine Studie erstellt, die zeigt, dass die Klimaziele des Pariser Klimaabkommens erreicht werden können, wenn Deutschland bis 2020 ein Drittel der Braunkohlekraftwerksblöcke stilllegt und ein Drittel geringfügig drosselt. Wind- und Sonnenenergie und moderne Gaskraftwerke können die Kohle (Braunkohle und Steinkohle) ab 2030 vollständig ersetzen. Diese klimagerechten Entscheidungen müssen jetzt getroffen werden.

Das Festhalten an der Braunkohle verhindert eine konsequente Energiewende, der dringende Strukturwandel wird verpasst. Wichtige Forschung z.B. im Bereich der Speichertechnologien wird nicht ausreichend konsequent vorangetrieben. Dezentrale Lösungen der Energieversorgung werden nicht angegangen. Die nachhaltigen Erneuerbaren nicht ausreichend gefördert.

Die Menschen in der Region und in ganz Deutschland haben längst verstanden: Wir müssen jetzt sofort Konsequenzen ziehen und raus aus der Kohle! Dieser Dürre-Sommer hat uns gezeigt, der Klimawandel ist nicht mehr handelbar. Es gibt keinen Planten B.

Eine Mehrheit vor Ort will den Erhalt des Hambacher Forstes und den Ausstieg aus der Braunkohle!

Stattdessen werden uralte Bäume gefällt und ein sehr wertvoller Wald vernichtet.

Die laufenden Räumungen der Baumhäuser und die geplante Rodung stellen eine Provokation und reine Machtdemonstration von RWE dar. RWE heizt damit die Stimmung an und sogt für die Eskalation, die den Aktivisten paradoxerweise wieder einmal  in die Schuhe geschoben wird.

Die Genehmigungen für den Hambacher Tagebau stammen aus den 70 ziger Jahren und da steckt auch die nordrhein-westfälische Landesregierung und RWE. Das ist Energiepolitik von vorgestern.

Eine Umkehr, eine klima- und umweltgerechte Weichenstellung in der Energiepolitik sind überfällig, Wir fordern eine ernst gemeinte nachhaltige Energiewende, die diesen Namen auch verdient, eine Energiepolitik, die den Menschen, Natur und Umwelt im Blick hat.

Wie absurd, grotesk und grundfalsch, Wälder, die unsere Klimaverbündeten sind, die für Frischluftproduktion und Kohlendioxidreduktion sorgen, werden für den Abbau des Klimakillers Braunkohle abgeholzt.

RWE gibt sich nach außen gern einen ökologischen Anstrich und rodet im selben Atemzug einen der wertvollsten Wälder Nordrhein-Westfalens.

Dieser Wald erfüllt nachweislich die Kriterien der europäischen Fauna-Flora- Habitatrichtlinie und hätte als europäisches Schutzgebiet (FFH-Gebiet) ausgewiesen werden müssen.

Auf Grund der Braunkohleabbaupläne wurde der Wald nie nach Brüssel gemeldet. Mit dem europäischen Naturschutzrecht ist ein strenges Schutzregime verbunden, das für den Hambacher Forst missachtet wurde. Die Rodungen verstoßen also auch gegen das EU-Naturschutzrecht. Immer noch sind deshalb Klagen vom BUND gegen die Rodung anhängig.  Es liegt bisher keine bestandsichere Genehmigung vor, aber durch die Räumungen der Baumhäuser und Rodungen sollen schnell Fakten geschaffen werden.

Wir sagen nein, wir werden Widerstand leisten bis die Politik ihre Verantwortung für unsere Umwelt, diesen Planeten erkennt und wahrnimmt.

Wir fordern ein Moratorium der Rodungen jetzt und einen konsequenter Ausstieg aus der Kohle!

Wir sagen Nein zu Räumung, Rodung und Kohleabbau!

Hambi bleibt!

 

.

Überfall auf Connewitz 11.01.2016 ;Prozessbericht – 13.09.18

Am Morgen des 13.09.18 wird man im Foyer des Amtsgerichts zu Leipzig wieder von JustizbeamtInnen, nicht wie im Rahmen des letzten Prozesses von einer mehrköpfigen Polizeistaffel, begrüßt. Vor dem Sitzungssaal 200 hängt dieselbe sitzungspolizeiliche Anordnung, die auch schon am 16. und 23. August Rechtskraft entfaltete. Weiterlesen „Überfall auf Connewitz 11.01.2016 ;Prozessbericht – 13.09.18“

#Hambibleibt – Mahnwache Leipzig, 1.10.

Was geht uns der Hambacher Wald an?

Der Hambacher Wald, von dem inzwischen nur noch 200 von einstmals über 4000 ha übrig sind, ist zum Symbol einer sinnlosen Energiepolitik geworden, die im Kern den Interessen der Energiekonzerne dient und dafür die Zerstörung der Umwelt in Kauf nimmt. Weiterlesen „#Hambibleibt – Mahnwache Leipzig, 1.10.“