Pressegespräch zu #CancelLEJ

Sehr geehrte Damen und Herren,

vergangenes Wochenende wurde einer Aktion von 55 Klimaaktivist*innen am Flughafen Leipzig-Halle mit unverhältnismäßiger polizeilicher Repression begegnet. Die Aktion #CancelLEJ richtete sich gegen den geplanten Ausbau des Frachtflughafens. Frachtflüge sollen zudem vermutlich von einer geplanten EU-Kerosinsteuer ausgenommen sein – so die geleakte Version des Fit for 55 Klimapakets der EU-Kommission, die am Mittwoch, den 14. Juli, vorgestellt wird. In wenigen Tagen ist eine weitere Demonstration in Leipzig geplant.   

Das Thema hat somit lokalen Bezug, jedoch auch bundesweite und internationale Bedeutung.

Für ein Hintergrundgespräch laden wir Sie ein:

Online-Pressekonferenz

zur vergangenen Aktion am Flughafen Leipzig und zu weiteren Plänen

Mittwoch, 14. Juli, 11-11.45 Uhr

Anmeldung bis 14. Juli, 10 Uhr, unter presse@ambodenbleiben.de

Mit:

Im Anschluss an kurze Stellungnahmen gibt es Zeit für Ihre Fragen.

Weitere Informationen zur Aktion finden Sie in den letzten Pressemitteilungen.

#CancelLeJ – eine Blockade

In der Nacht vom 09. zum 10.07. blockierten mehrere Menschen kurzzeitig eine DHL Zufahrt am Leipziger Flughafen. Das Verfahren wird Fragen auf.

Der Rauch verfliegt. Die ersten erregten Kommentare und Pressemitteilungen sind geschrieben. Zeit aufzuräumen.

Was geschah:

In der Nacht von Freitag zu Sonnabend besetzten mehr als 50 Menschen eine öffentliche Straße, die zum Flughafen Leipzig-Halle führt. Sie taten dies um ein Zeichen gegen den weiteren Ausbau des Leipziger Flughafens zu setzen. Dadurch wurden anliefernde DHL LKWs blockiert. Eine weitere Zufahrt wurde erst nach 1 Stunde geöffnet.
Nachdem die Polizei erschien wurde die Versammlung angezeigt und die Anzeige auch bestätigt. Dennoch wurden mehr als 50 Menschen im Anschluss zunächst Ingewahrsam genommen um im Nachgang die Identität zu klären. Am Sonntag erfolgte die Vorstellung vor dem Haftrichter. Vor dem Eindruck entweder ins Gefängnis zu gehen und zur vollständigen juristischen Prüfung zu warten oder die Personaldaten preiszugeben, entschieden sich die Ingewahrsam genommenen ihre Daten preiszugeben und wurden nach mehr als 30 h aus der Haft entlassen.

Eine Zusammenfassung liefert die Leipziger Internet Zeitung: hier!

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