Connewitz in der Silvesternacht , eine komplexe Erzählung und ein Stück deutsche Debattenkultur.

Dieser Text ist keine Rechtfertigung und keine Relativierung. Er dient der Einordnung.

Was ist geschehen?

In der Silvesternacht kommt es in Leipzig am Connewitzer – Kreuz zu Auseinandersetzungen. In der Folge werden mehrere Polizeibeamte und Zivilisten verletzt.
Was genau geschehen ist, lässt sich nur anhand von Zeugenaussagen, Videos und Eindrücken rekonstruieren. Eine allgemeine objektive Wahrheit gibt es nicht. Denn auch die vorhandenen Videos, sind aus einer Position gefilmt, zeigen nur einen Ausschnitt und unterliegen einer Interpretation. Fakten werden interpretiert und Aussagen verselbstständigen sich.
Dies ist im Laufe der Debatte wichtig. Weiterlesen „Connewitz in der Silvesternacht , eine komplexe Erzählung und ein Stück deutsche Debattenkultur.“

Mythos Connewitz.

Abermals wird der Mythos Connewitz bedient. Der „Drachenhort der Antifa“, „unsichere Gegend in der alles beschmiert sei“ und sich Rechte Nachts nur in Gruppen zu Hunderten hintrauen, muss mal wieder als Synonym herhalten wenn es um „Linksextremismus“ geht.

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#leipzig 17.07.2019 – irgendwie anders

Irgendwie tickt Leipzig dann doch anders- eine Geschichte aus dem Jetzt. Oder wie Leipzig auf Provokationen von Rechten reagiert.

Ein ehemaliger AfD Mann, der nicht aus inhaltlichen Gründen die AfD verlassen hat, will nach Leipzig Connewitz ziehen um dort gegen linke Anarchie zu protestieren.

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Prozessbericht – 12.03.19 – Angriff auf Connewitz

Ein weiterer Prozessbericht zur juristischen Aufarbeitung des Überfalls auf Connewitz.

 

Der Prozess gegen Paul H. und Maximilian K. findet vor dem Jugendgericht statt. Denn die Täter hatten zum Tatzeitpunkt das einundzwanzigste Lebensjahr noch nicht vollendet. Anwesend ist deswegen auch eine Jugendgerichtshelferin. Wegen des besonderen öffentlichen Interesses ist die Verhandlung aber trotzdem öffentlich.

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Die Strategie der extremen Rechten – warum die „AdP“ der „AfD“ hilft.

Am morgigen Dienstag hat die AdP, die Splittergruppe um den geschassten AfD Politiker André Poggenburg ursprünglich in Leipzig Connewitz einen Infostand angemeldet. Vordringlich will man dort gegen „Linksextremismus“ demonstrieren. Das Ziel ist aber ein gänzlich anderes.
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Überfall auf Connewitz 11.01.2016 ;Prozessbericht – 13.09.18

Am Morgen des 13.09.18 wird man im Foyer des Amtsgerichts zu Leipzig wieder von JustizbeamtInnen, nicht wie im Rahmen des letzten Prozesses von einer mehrköpfigen Polizeistaffel, begrüßt. Vor dem Sitzungssaal 200 hängt dieselbe sitzungspolizeiliche Anordnung, die auch schon am 16. und 23. August Rechtskraft entfaltete. Weiterlesen „Überfall auf Connewitz 11.01.2016 ;Prozessbericht – 13.09.18“

Prozessbericht zum Überfall auf Connewitz – 23.08.18

Bericht I.H.

Der zweite Tag der Hauptverhandlung gegen Dennis W. und Martin K. Beginnt für die Besucher mit denselben Personenkontrollen, wie schon am 16.08.18. Heute stehen die zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei allerdings nicht mehr direkt vor dem Gebäude des Amtsgerichts, sondern in einer Nebenstraße. Auch wurde die Sitzung aus dem Saal 200 in den Saal 100 verlegt. Dafür ist die sitzungspolizeiliche Anordnung vom ersten Verhandlungstag übernommen worden.

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Prozessbericht – 16.08.2018 – Überfall auf Connewitz

Prozessbericht – 16.08.2018, Rechtsanwaltskanzlei Kasek, geschrieben von I.H.

Zum Hintergrund: 11.01.2016- ein Tag und seine Geschichte

Am Morgen des 16.08.2018 versperrt ein mindestens sechsköpfiges Polizeiaufgebot das Foyer des Amtsgerichts zu Leipzig. Nach einer intensiven Personenkontrolle und Abgabe potentiell gefährlicher Gegenstände wie z.B. Glasflaschen gelangt man vor die Tür des Saals 200. Weiterlesen „Prozessbericht – 16.08.2018 – Überfall auf Connewitz“

11.01.2016 – #le1101 ein Tag und seine Geschichte

Heute, am 16.08.2018, starteten die Prozesse gegen die Angreifer von Connewitz. Am 11.01.2016 waren 250 neonazistische Hooligans über den Stadtteil hergefallen und hatten wahllos Einrichtungen, Häuser und Menschen angegriffen.

2 der Täter sitzen im Gerichtssaal, angeklagt wegen schweren Landfriedensbruch – sie werden nichts sagen. Der Richter hat am Anfang ein Gespräch angeboten, sie lehnten es ab. Man wird davon ausgehen können, dass das Gericht für Geständnisse einen bestimmten Strafrahmen in Aussicht gestellt hat. Ein zulässiges prozessuales Verfahren um die Verfahren abzukürzen. Doch die beiden Angeklagten schweigen. In der Pause des Prozesses tauchen weitere Männer auf, offenbar Unterstützer der Angeklagten, und pöbeln Prozessbeobachter an. Die Unterstützer der beiden Angeklagten, so berichtet der kreuzer – Das Leipzig Magazin in seinem Liveticker, hätten gefeixt als eine Zeugin erzählt, dass sie zum ersten mal in Connewitz Angst hatte. Weiterlesen „11.01.2016 – #le1101 ein Tag und seine Geschichte“