Reisebericht Chemnitz, 05.03.2022, ein Tag gegen die „Freien Sachsen“

Chemnitz. Am 05.03.1945 wurde Chemnitz bombardiert. In einem Krieg, der von deutschem Boden ausging.
Es ist ein Tag, an dem man sich mit Geschichte auseinandersetzen kann und versuchen kann zu verstehen, wohin Kriegslogik und letztlich Kriege führen – zu Tod, Vernichtung, unfassbaren Leid.

Die rechtsextremen „Freien Sachsen“ wollten diesen Tag nutzen. Sie riefen zu einer sachsenweiten Demo nach Chemnitz.
Sie hatten 3000 Personen angemeldet und feiern sich in ihren Kanälen für 3500. Aber es sind deutlich weniger, vielleicht 1000, die dort laufen mit Russland Fahne als Impfgegner.
Putin, gilt Ihnen als ein Guter weil der behauptet die Souveränität zweier Gebiete zu sichern und man eigentlich auch souverän sein will.

Das unermessliche Leid und die Angriffe auf die Zivilbevölkerung ist egal weil der eigene „Kampf“ gegen die Impfpflicht wichtiger ist als der Tod von Menschen in einem völkerrechtswidrigen Krieg.

Da laufen meinen Menschen, die meinen sie leben in einer Diktatur und werden beschützt vom Staat durch die Polizei, während in dem Staat, den sie preisen -Russland- Demonstrationen untersagt sind und jedwede Kritik am Staat ins Gefängnis führt und Begriffe umgelogen werden.

Da laufen militante Neonazis, die uns sehen und rufen Nazis raus. Es ist absurd, wenn es nicht so unfassbar traurig wäre.

Am Rande immer wieder Drohungen toxischer Männlichkeit.

In der Innenstadt demonstrieren Hunderte gegen diese Irrsinn, für den Frieden.

Die freien Sachsen und Querdenker ignorieren den Krieg, feiern Putin und laufen über Gräber. Rücksichtslos, egoistisch.

Knapp 1000 km entfernt tobt ein mörderischer Krieg, in dem Menschen sterben. Menschen, die keinen Krieg wollten, die ihn nicht führen und nicht verantwortlich sind.

Viele Menschen helfen in einer Welle der Solidarität.

Den Querdenkern und Freien Sachsen ist das egal. Ihr Leben und ihre vermeintliche Freiheit ist alles was zählt.

Ein trauriger Tag.

Versammlungsfreiheit in Sachsen und der Innenminister.



Jede Woche Montags und nicht nur dann, sammeln sich in sächsischen Städten hunderte von Bürgern um gegen die Corona Gesetze und Verordnungen zu demonstrieren.

Meist freundlich begleitet von der Polizei. Anmeldungen der Versammlungen gibt es nicht und nach Stand der Corona Verordnungen in Sachsen wären sie auch unzulässig, da sich aktuell nur 10 Personen ortsfest versammeln dürfen. Trotzdem lässt man sie an vielen Stellen gewähren, während Gegner dieser Versammlungen bedroht und beleidigt werden.

Am Montag ging die Polizei etwa in Chemnitz gegen 27 Personen vor, die sich vor einen Aufzug stellten. Einen Aufzug, den es aktuell gar nicht hätte geben dürfen.

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Rechte Raumnahme.

Letzte Woche Montag fand in Zwönitz, im sächsischen Erzgebirge eine Demonstration statt, die sich gegen die Einschränkungen richtete. Diese Versammlung eskalierte.
Auf Videobildern sieht man, dass mehrere Polizeibeamte angegriffen werden. Ein Polizeibeamter wurde sogar gebissen. Die Frau wiederum, die den Polizeibeamten gebissen hat, wurde danach von der BILD ausfindig gemacht und lässt sich dazu interviewen. Es handelt sich um eine Stadträtin der Gemeinde. Sie ist Mitglied der AfD Fraktion.

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Sachsen auf dem Weg zu schwarz/blau

Nach den Kommunalwahlen haben sich die ersten Gemeinderäte konstituiert. Das Zwischenfazit zeigt, dass es auf kommunaler Ebene bereits jetzt eine enge Zusammenarbeit am rechten Rand gibt.

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Ein Brief an der MDR anlässlich der Einladung von Neonazis und die Antwort.

Lieber MDR – Mitteldeutscher Rundfunk,

wir müssen reden. Ganz offen und aufrichtig, so von Demokrat zu eigentlich demokratischer Institution. Es ist eigentlich ein Gewinn, dass es unabhängige Medien in Deutschland gibt. Unabhängig von wirtschaftlichen Interessen. Ich finde das gut, auch wenn viele an euch und der Ausrichtung zweifeln und auch ich sagen muss, dass euer Programm Geschmackssache ist. Aber über Geschmack kann man streiten.

Ich finde Kritik gehört dazu. Aber mit dem was ihr jetzt macht, geht ihr dann doch ein wenig zu weit, finde ich.

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Chemnitz – Tod eines Neonazis

Gestern fand in Chemnitz die Beisetzung des Neonazis und Hooligangs Thomas H. statt. An dieser beteiligten sich bis zu 1000 Personen. Darunter etliche Neonazis bis hin zum Sänger der Lunikoff Verschwörung und andere Größen. Auch AfD Politiker nahmen teil, sowie mit Siegfried Däbritz, die zweite Person bei PEGIDA, die sich einmal mehr Seite an Seite mit organisierten und gewalttätigen Neonazis zeigen. Auf einzelnen Grabschleifen war der Reichsadler zu sehen. Zusammenfassend dazu: Störungsmelder

Viele Teilnehmer, so zeigen Bilder, waren gegenüber der Presse extrem aggressiv und nahmen vermummt teil. Dieser Umstand hat viele Beobachter aufgeregt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort unter anderen mit 4 Wasserwerfern. Weiterlesen „Chemnitz – Tod eines Neonazis“

Chemnitzer FC – Nazis, Fußball, Ostdeutschland.

Am letzten Wochenende kam es im Rahmen eines Spiels in der 4.Liga zu einem Eklat. Im Stadion des Chemnitzer FC wurde einem organisierten Neonazi und Hooligan gedacht. Die Wellen der Erregung schlugen bundesweit hoch.

Zeit für ein kleines Update. Weiterlesen „Chemnitzer FC – Nazis, Fußball, Ostdeutschland.“

Neonazismus in Chemnitz und der Fußball

Die Fakten:
Bei einem Spiel der Regionalliga Nordost zwischen dem Chemnitzer FC und Altglienicke am Wochenende gab es eine Schweigeminute für einen toten „Fan“. Dazu wurde von Seiten der Fankurve Pyrotechnik eingesetzt und die Kurve erschien in schwarz. Nach einem Torjubel liess sich der Torschützer von einem Offiziellen ein T-Shirt übergeben, welches er hochhielt. Auf dem Shirt stand: „support your local hools“. Teile der Fanszene hatten das Shirt verkauft um Spenden für den Verstorbenen zu sammeln. Ein Jugendtrainer des Chemnitzer FC bezeichnete den Verstorbenen als „Leitfigur“. Auch die Fanbeauftragte des Vereins und SPD Stadträtin kondolierte und sprach von einem stets „fairen“ und „unpolitischen“ Umgang. Weiterlesen „Neonazismus in Chemnitz und der Fußball“

Unteilbar und Sachsen.

Ja, die Demonstration #unteilbar, vielleicht die größte Demonstration dieser Art in Deutschland, war ein ermutigendes Zeichen. 9 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich in der Flüchtlingshilfe und es zeigt, dass viele Menschen nicht mehr bereit sind zu schweigen wenn Hass und Hetze laut werden.

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Maaßen ohne Ende- wie der Staat den Rechtsruck befeuert.

 

Die Entwicklung im Fall Maaßen ist bedenklich. Vor allen Dingen deswegen, da sie die Glaubwürdigkeit der Politik und der Bundesregierung massiv untergräbt. Ein Kommentar. Weiterlesen „Maaßen ohne Ende- wie der Staat den Rechtsruck befeuert.“