Sachen in Sachsen. (Satire)

Unfassbares aus Sachsen.

Gestern wollten erneut sogenannte Querdenker in Dresden einen „Spaziergang“ machen und zwar in der Nähe des Dresdner Universitätsklinikums.

Eine Reihe von Student*innen wollten dies aber nicht unkommentiert lassen und stellten sich mit Kittel und Maske, sowie Schildern vor das Klinikum um ihrerseits ein Zeichen gegen den von Verschwörungsfans und Rechtsextremen verbreitet Unsinn zu setzen.



Die viel geforderte Zivilgesellschaft, auch vom chronisch inkompetenten Innenminister ins Wort gehoben, war da. Das gefiel auch dem sächsischen Ministerpräsidenten so gut, dass er die Aktion ausdrücklich auf Twitter lobend erwähnte, zumal die Versammlung wohl spontan angemeldet wurde.

Offenbar hat man aber vergessen, dass der Polizeileitung mitzuteilen, die wiederum gegen diese Form des Protestes vorging Transparente und Schilder einsammelte um Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoß gegen die Corona Schutz Verordnung zu eröffnen und Prüfung wegen Verstoß gegen das sog. Uniformverbot.

Also genau die Polizei, die in Sachsen chronisch unterbesetzt ist und am Montag mit 100 Beamten gegen 700 Spaziergänger in Freiberg stand, weswegen es zu mehreren Durchbrüchen kam, kann also doch handeln, offenbar aber nur dann wenn die viel geforderte Zivilgesellschaft da ist.

Dann war da noch Freiberg. Freiberg in Mittelsachsen hat sich mit zum Ballungsgebiet sog. Coronademos entwickelt. Jeden Montag ziehen dort Gegner der Coronamaßnahmen durch die Straßen und lassen sich von Rechtsextremen die spärlich gesetzten Polizeiketten durchbrechen.

Vertreter, der viel geforderten Zivilgesellschaft, werden bepöbelt und bedroht. Schutz gibt es eh nicht.

Jedenfalls fand eine Ratssitzung statt. Diese war relativ kurz, da zuletzt aufgrund der hohen Inzidenz kaum Ausschusssitzungen stattgefunden hatten.

Die Ratssitzung fand allerdings mit Publikum statt, so dass über 100 Zuschauer im geschlossenen Raum teilnehmen durften. Dazu aufgerufen hatten insbesondere die rechtsextremen „Freien Sachsen“, weil es um den Abwahlantrag gegen den Baubürgermeister ging. Dieser, übrigens CDU Mitglied, hatte sinngemäß geäußert, dass der Umgang mit Ungeimpften ihn an den Umgang mit den Armenien im Osmanischen Reich erinnern würde. Dies war historisch betrachtet neben dem Völkermord an den Herero und Nama, einer der ersten Genozide des 20. Jahrhunderts.

Danach fühlte sich der Baubürgermeister freilich unverstanden.

Und dann ist da noch die neue Corona Schutzverordnung, bei der man Zweifel haben muss, ob die irgendjemand vorher Korrektur gelesen hat.

Weil die bereits überall verkündeten Lockerungen stehen dort gar nicht drin und sie ist zum Teil auch noch widersprüchlich.

Ob hier irgendjemand weiß was er macht, weiß ich auch nicht. Warum man allerdings Vertrauen in irgendwas haben sollte, kann ich nicht erklären.

Und bitte stellen Sie mir keine Fragen, ich wisch hier nur durch.

Autor: juergenkasek

Lebe lieber ungewöhnlich. Rechtsanwalt, Politiker, Aktivist, Umweltschützer, Blogger, Sportler

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