Berlin, die neue Unübersichtlichkeit.

Am Wochenende fanden in Berlin mehrere Demonstrationen statt. Ausgangspunkt waren die Versammlungen der sog. Coronarebellen und der Stuttgarter Initiative Querdenken. Es gab im Vorfeld Diskussionen und nach den Bildern werden diese nicht weniger werden.

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„Sturm auf Berlin“ – Eine Coronademo

Gestern wurde bekannt, dass das Land Berlin die Durchführung der sogenannten Demo „Für die Freiheit“ verboten hat. Die Diskussion überschlägt sich seitdem.

In den Netzwerken der Corona Leugner wird zum „Sturm auf Berlin“ aufgerufen, die Anwendung von Gewalt wird diskutiert. Eine Gruppe von Personen die Rechtshilfe leisten will ruft zum Missbrauch des Versammlungsrechts auf, so dass beim Land mehr als 700 Anmeldungen eingehen.
Andererseits zeigen sich viele über das Verbot erfreut.

Einige Anmerkungen, mit Abstand und in Ruhe.

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Ein Sommerinterview mit Höcke

Das Höcke Interview wurde im Vorfeld und auch danach hoch und runter diskutiert.

Darf, soll, kann man einen Menschen, welchen man gerichtsfest als „Faschist“ bezeichnen darf interviewen und was hat er zu sagen?

Das Gespräch hatte im Vorfeld 2 Möglichkeiten entweder die Eskalation was Höcke absehbar nutzt um sich als Opfer zu gerieren oder das Interview eskaliert nicht und es gibt auch keinen Erkenntnisgewinn und eine Entzauberung kann nicht eintreten.

Variante 2 ist eingetreten, wobei Höcke dennoch unbequeme Nachfragen als Mobbing bezeichnet.

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Kalbitz und Höcke in Grimma oder über den bemerkenswerten Umgang eines Bürgermeisters mit dem Thema in Sachsen.

Sachsen, gerät hin und wieder in die Schlagzeilen, dank des hinlänglich bekannten Umstands, dass es hier rechte und rechtsextreme Tendenzen und Meinungen gibt, die sich immer wieder ihren Weg brechen.
Seien es die Demonstrationen von Pegida, die seit 2014 zur Hetze aufrufen und zuletzt auch durch den Vorturner und Gewohnheitskriminellen B. an der Spitze dazu aufgefordert wurden die Gegendemonstration zu stürmen, was auch getan wurde, einschließlich des bemerkenswerten Verhaltens der eingesetzten Polizeibeamten, die die Gegendemonstration nicht schützten.

Seien es die unverdrossenen Fahnenschwenker zwischen Bautzen und Zittau, die mittels Reichskriegs- und umgekehrten Deutschlandflaggen eine Meinung zur Schau stellen, deren Sinngehalt sie nicht gern kundtun, denn nachfragenden Journalisten wird schon mal Prügel angedroht oder ähnliches.

Oder halt auch die Verflechtungen von rechtsextremen in den zuständigen Behörden. Beispielhaft genannt seien hier Arbeitsverhältnisse von Rechtsextremen bei Verfassungsschutz, Landeskriminalamt und auch im Richterberuf anzutreffen.

Gloria Saxoniae eben. Es reicht halt nicht aus, nur ein Problem zu haben, man muss es auch hartnäckig nicht lösen wollen oder relativieren.

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Warum wir über Polizeigewalt reden müssen

 

Ingelheim, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg werden derzeit unter dem Label von „Polizeigewalt“ diskutiert. Nicht erst seit „Black Lives Matter“, wird auch hierzulande über rechtwidrige Polizeieinsätze diskutiert.

Jetzt ist der Moment um über Polizei zu sprechen, die notwendige Debatte, soll sie zu Änderungen führen, muss allerdings differenziert ausfallen.

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Der „Zigeunersaucenaufstand.“

Die Firma Knorr, die zum Unileverkonzern gehört, hat sich entschieden Zigeunersauce umzubenennen.
Man tut dies, da man der Meinung ist, nach den aktuellen Debatten, dass der Name negativ interpretiert werden könnte. Die Begründung ist damit eine ökonomische, da sie der Werbelogik folgt. Dies sollte man verinnerlichen. Die Entscheidung wird also nicht im Hinblick auf die Interessen der Sinti und Roma begründet.

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Trockenheit

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Wir erleben eine Trockenheit historischen Ausmaßes. Das ist inzwischen bekannt. Und es mag den ein oder anderen täuschen, weil doch noch letzte Woche Regen fiel. Es hängt auch damit zusammen, dass der Mensch ein extrem schlechtes Wettergedächtnis hat. Wir lassen uns von uns selbst täuschen. Bislang schien der Sommer normal zu sein, bis jetzt die Hitze alles bricht.

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Allein die statistischen Daten lügen nicht. Auch dieses Jahr ist es zu trocken, zum Teil viel zu trocken. Ankommender Regen, bleibt im Oberboden und kann das Defizit der letzten Jahre nicht annährend ausgleichen. Nein, es wird schlimmer.

Darunter leidet das Grün und verzweifelte Aufrufe Bäume zu gießen folgen. Bis hin zu einer völlig verfehlten Grünflächenpflege in den Städten. Bei großer Trockenheit und Hitze, wie in Leipzig, Wiesen millimeterkurz alle 2 Wochen zu mähen, ist nicht nur ökologischer Unsinn sondern fördert die Versteppung der Landschaft.

Bei den Bäumen wiederum wird es schwieriger. Gerade bei den Jung- und Straßenbäumen macht das gießen tatsächlich Sinn. Das Oberflächenwasser durch einen Eimer Wasser hat hier die Chance tatsächlich die Wurzeln zu erreichen. Bei Parkbäumen und Altbäumen ist das schwieriger. Wurzeln in anderthalb Metern Tiefe werden nicht erreicht. Der gute gemeinte Tropfen auf den heißen Boden erreicht die Wurzeln gar nicht.

Entsprechend sehen die Zahlen etwa für Leipzig aus. Im letzten Jahr gingen ca 500 Straßenbäume verloren und etwa 1500 Parkbäume.

Ein enormes Defizit. Hinzu kommen mehrere Folgeprobleme: der Boden gerade in den Städten ist extrem verdichtet, was dazu führt, dass Wasser schlecht abfliessen und eindringen kann. Ausgetrockneter Boden kann ohnehin kaum Wasser speichern.

Einzelstehende Bäume sind darüber hinaus auch anfälliger für Stress. Während Baumgruppen nicht nur Schatten spenden sondern auch das Mikroklima kühlen, sind Baumgruppen auch gegenüber Hitze und Trockenheit resistenter.

Bekanntermaßen heizen sich die Städte stärker auf als das umgebende Land. Grünflächen stehen aber im Jahrhundert der Städte, beschrieben als Prozess der Landflucht, in Konkurrenz zur Bebauung als sogenannter Nahverdichtung, die wiederum das ausbreiten der Städte, mit immer weiter gehender Flächenversiegelung stoppen soll und energetische Vorteile hat.

Diese energetischen Vorteile werden aber schnell wieder verbraucht wenn in den Beton und Steinstädten immer mehr Klimaanlagen eingebaut werden müssen. Durch das Problem was wir vorgeben zu lösen, werden also neue geschaffen.

Wir brauchen daher ein Umdenken. Wir brauchen deutlich mehr Wald- und Grünflächen und nicht weniger. In den Städten braucht es Kaltluftentstehungsinseln, mehr Straßenbäume und verpflichtende Einbauten von Regenwasseranlagen um den Niederschlag besser zu nutzen.

Und all das muss sehr schnell geschehen. Denn der Klimawandel wartet nicht nur nicht auf uns, seine Entwicklung stellt die Prognosen in den Schatten.

Wer sich etwa die Prognosen des Landesamtes für Umwelt und Geologie des Landes Sachsen anschaut, dem darf Angst und Bange werden. Denn das was wir erleben, ist erst der Anfang und unsere Anpassungsgeschwindigkeit hält dabei nicht mit.

Wir müssen jetzt handeln: für mehr Grün und mehr Bäume.

Aus Recht und Gesetz – 1 Joint für 750 Euro

Ein Mandant erscheint. Der Vorwurf: er führte einen Joint bei sich. Gewicht 0,35 gr. Tabak/ Grasgemisch.

Der Mandant hat keine Vorstrafen, ist nicht irgendwo negativ aufgefallen, hat einen geregelten Job, sozial integriert. Unscheinbar, bürgerlich. Keine Besonderheiten.

Für 1 Joint bekommt er einen Strafbefehl in Höhe von 750 €.

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Berlin – Eine Corona Demo.

Bestimmtes Thema in den sozialen Netzwerken ist die Corona Demo gestern in Berlin. Auf der einen Seite gibt es viele Beiträge, die sich darüber aufregen. Andererseits wird wild mit Zahlen operiert.

Ein paar Anmerkungen zur Debatte und den Aufregungen.

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