Schule und Familien in der Krise.

Ich verstehe, dass man die Schulen nicht ohne weiteres sofort öffnen will. Gerade in vielen nicht sanierten Schulen sind die hygienschen Bedingungen alles andere als überzeugend.

Es fehlt an Waschbecken, ausreichend Toiletten und Seifespendern. Die Erzählungen, dass sich Lehrer*innen zum Teil selbst um Seife kümmern, dürfte kein Einzelfall sein.

Und die Übertragung von Hausaufgaben oder E-Learning ist auch nicht die Lösung, da die Voraussetzung nicht passen. Dafür müsste sichergestellt werden, dass in jedem Haushalt Scanner, Drucker und Rechner mit Internet vorhanden ist. Ist es das wirklich?

Darf ich daran Zweifeln?

Die Idee statt dessen die Sommerferien ausfallen zu lassen zeugt von Ahnungslosigkeit. Seit Wochen sind Kinder an ihre Wohnung gebunden. Der Austausch mit Freund*innen fehlt, die neue Normalität ist für viele Familien auch eine Belastung.
Und die Ferien werden als echte Ferien gebraucht.

Das erzwungene Homeoffice ist kein Urlaub, ist keine Freizeit.

Ja, die Krise kann und muss auch eine Chance sein, die Schulen umfassend zu sanieren. Die hygienischen Bedingungen zu verbessern und die Voraussetzung zu schaffen, dass e-learning wirklich für alle möglich wird.

In der Diskussion über Einschränkungen des öffentlichen Lebens einerseits und wirtschaftlicher Not andererseits kommt mir die Diskussion um das Wohl der Kinder und Familien bislang eindeutig zu kurz.

Autor: juergenkasek

Lebe lieber ungewöhnlich. Rechtsanwalt, Politiker, Aktivist, Umweltschützer, Blogger, Sportler

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