Montagabend in Dresden.

Immer noch, im 5. Jahr, drehen die selbst ernannten Retter des Abendlandes ihre Runden.

Es sind keine Massen mehr, wie noch vor Jahren und sie sind auch nicht mehr jeden Montag da. Aber sie sind da und immer noch sind es ein paar hundert.

Ein paar hundert, die sich in ihrem Hass und Mordfantasien suhlen, sich selbst bestätigen und sich lange im „Widerstand“ gegen ein totalitäres System wähnen.

Und dieser Hass braucht immer neue Nahrung. Immer abseitigere Theorien und Meinungen werden kund getan immer deutlicher ist der ausgespeite Hass, die NS Anleihen, die Vergewaltigungs- und Mordfantasien.

Bachmann der intensiv Täter, mehrfach vorbestraft, ruft dazu auf Gräben zu heben und diese mit Politiker*innen, mit Menschen zu füllen.

Bachmann will gehört werden umso drastischer fallen die Lautäusserungen des menschlichen Auswurfs aus.

Auf das Plakat eines grünen Landtagsabgeordneten wird von einem Redner Bezug genommen. Dieser hatte plakatiert, dass Sachsen erneuerbar sei. Für Pegida ein Zeichen der bevorstehenden „Umvolkung“ , die mit „aufhängen “ rufen goutiert wird.

Diejenigen die „aufhängen“ rufen, dürfen sich dem Applaus der anderen gewiss sein.

Aber es gibt auch Gegenprotest. In der Zahl gering aber entschlossen und von der großen Masse der Gesellschaft ignoriert.

Dresden, die Mehrheit, hat sich mit dem Montag arrangiert. Das Leben geht weiter. Die Altstadt gehört Pegida und viele meiden die Altstadt am Montag. Es ist normal geworden. Es ist völlig normal geworden das Montags in Dresden offen Hass auf die Strasse gebracht wird.

Und weil es normal geworden ist, wird Pegida, wird Bachmann noch drastischer, noch entmenschlichter, noch widerwärtiger. Die Aufregung darüber ist die Nahrung um sich dann wenn die Justiz doch ermittelt wieder als Opfer der „Meinungsdiktatur“ zu fühlen.

Nein, diese Menschen sind verloren. Sie leben in einer Parallelwelt.

Aber der kleine Gegenprotest ist Teil der Inszenierung geworden. Pegida erwartet ihn, nährt sich am ihn. Und die Gesellschaft hat ihn vergessen?! Sind ja doch „nur“ Linke oder noch schlimmer „Antifaschist*innen“ und mit denen will man sich ja auch nicht gemein machen.

Schließlich wird doch vor „Linksextremen “ gewarnt.

Wie konnte es soweit kommen? Wie konnte es so normal werden?

Was haben wir getan oder besser was haben wir nicht getan?

Als gestern wieder aufhängen gerufen wurde, als Bachmann Gräben schaffen und mit Menschen füllen wollte, war auch der Vizepräsident des sächsischen Landtages zu Gast, als normaler Teilnehmer.

Der Hass ist ein Meister aus Sachsen.

Geschrieben im Widerstand gegen einen als untragbar empfundenen Ist-Zustand indem Menschenfeindlichkeit normal ist.

PS: mein aufrichtiger Dank an diejenigen, die sich nicht mit dem Zustand arrangiert haben und Aufbegehren wenn Hass und Menscheinfeindlichkeit laut werden. Danke an Nationalismus raus aus den Köpfen , HOPE – fight racism und alle anderen.

Autor: juergenkasek

Lebe lieber ungewöhnlich. Rechtsanwalt, Politiker, Aktivist, Umweltschützer, Blogger, Sportler

Ein Gedanke zu „Montagabend in Dresden.“

  1. Hey, danke für den Post. Ich selbst wähle links, zu überzeugen ist bei mir nicht so viel. Aber: ich empfinde viele Berichte tendentiös. Ja, ich verstehe einen Teil der Leute, die zur AfD gehen. Würde mir nicht passieren, aber auch nur, wei ich das Glück hatte ein gewisses Rüstzeug zu haben (Westler sein hlft enorm, Medienprofession, oha…).
    Mir fehlt leider zu oft die Erklärung warum „die“ dahingehen. Das mit Gewaltfantasien zu erläutern, wie du es tust, sorry, ist eben auch Polarisierung. Es sei denn du hast 50 Leute da gefragt und 50 sagten dir: HEHE TÖÖÖTEN WILL!“
    War das so?

    Danke für dein Engagement, super.

    LG

    David

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