Schweinefleisch in der Kita.

Gastbeitrag von Christian Engelke.

Ein sehr interessantes Thema.
Mein Sohn geht in diese Kita, welche heute bundesweit in den Medien geroasted wird.
Deutscher als das Schweinefleisch selbst:
Man redet über-, aber nicht miteinander.
Und genau das ist das Problem. Nicht das Fleisch.

Ganz Deutschland zerfetzt sich das Maul darüber. Sogar Beatrix von Storch hat das Thema für sich entdeckt. Da kann der Träger der Kita mächtig stolz drauf sein. So kurz vor der Landtagswahl.
Um zum Thema selbst zu kommen.
Die Drohungen kamen nicht von irgendwelchen Eltern, die auf das Schweinefleischverbot reagieren wollten.
Ins Rollen gebracht hat das eine muslimische Familie, die der Meinung war, dass Schweinefleisch da nichts zu suchen habe.
Was macht die Leitung der Kita?
Sie lässt eine Mail verfassen, in welcher mitgeteilt wird, dass aufgrund „einer sich verändernden Welt auf Schweinefleisch verzichtet werde“.
Damit nicht genug. Auch gelatinehaltige Süßwaren seien nun Geschichte.
Rumms! So einfach geht das.
Aufgrund einer sich verändernden Welt.
In unserem Fall ist das Thema wirklich wumpe.
Unser Junge bekommt kein Fleisch in der Kita.
Nein, an der Stelle bitte nicht loskartoffeln. Er wird nicht vegetarisch erzogen, nein. Man sollte seinem Kind aber keine Nahrung aus Massentierhaltung für Massenlieferanten geben, wenn man es lieb hat.
Das ist Müll. Ganz einfach Müll. Verkeimter und mit Antibiotika versetzter Müll.
Wer das seinem Kind gibt, bereut nur, an Kondomen gespart zu haben. Deshalb gibt es hin und wieder Bio-Fleisch, also ohne Antibiotika. In Maßen. Bewussten Maßen.
Aber der Knackpunkt ist, dass das die Eltern selbst zu entscheiden haben, nicht der Träger und schon gar nicht Eltern von zwei Kindern in einer Kita mit 300 Kindern. Nicht, weil Fleisch so heilig in Deutschland ist. Aber die Freiheit des Einzelnen gehört dann wohl doch dazu, und diese wird im hiesigen Fall böse beschnitten.
Wenn zwei Kinder kein Fleisch vom Schwein essen dürfen, dann sollen sie das bitte auch nicht essen. Dann sollen sie etwas anderes wählen oder – wie wir – das vegetarische Menü bestellen. Nicht den anderen das Schwein verbieten.
Dass der Träger nun zurückrudert, nachdem alle Zeitungen berichteten und zig Kamerateams den ganzen Tag vor der Kita standen, war abzusehen.
Neuronal so mager betucht kann man gar nicht sein, um kurz vor der LTW das Schweinefleischthema aufleben zu lassen. Das war sehr dumm.
Darüber hinaus sollten Kinder wirklich nicht dieses Zeug essen. Ist nicht gesund. Habt eure Kinder lieb und achtet bissl auf das, was sie zu sich nehmen.
Ganz ohne dabei Beatrix von Storch oder den Koran im Kopf zu haben.
Und nochmals: Redet mit- und nicht übereinander. Das hilft wirklich. Das gilt für Leiter, Eltern und Kinder. Aber nicht mit Beatrix & Co! Nicht mit denen. Die sind wie Schweinefleisch. Schwer verdaulich und ungesund.

Bild: Rainer Zenz, Creative Common Licence, Quelle: Wikipedia

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Autor: juergenkasek

Lebe lieber ungewöhnlich. Rechtsanwalt, Politiker, Aktivist, Umweltschützer, Blogger, Sportler

3 Kommentare zu „Schweinefleisch in der Kita.“

  1. Ja, dem würde ich zustimmen. Unsere Tochter isst bei sich im Hort auch kein Fleisch, mag das auch gar nicht, nur dann muss man halt ein anderes Menü wählen oder schrankkoffergroße Brotdosen mitgeben und nicht gleich den Speiseplan für 200 andere Kinder umschmeißen.

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    1. Bitte noch mal durchlesen,was Sie da geschrieben haben.Ist der Kommentar unter Drogen entstanden(schrankkoffergroße Dosen,(exakt)200 Kinder und Wissenswertes über die Ernährung,der Tochter)?Aufschlußreich,sehr aufschlußreich.Vielleicht deswegen,die Sonnenbrille.

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