Stirbt die Clubkultur in Leipzig?

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Leipzig lädt am 03.05.2019 um 19 Uhr zur Podiumsdiskussion „Stirbt die Clubkultur in Leipzig“ ab 19 Uhr ins Peter K. (Ludwigstr. 81) ein. Auf dem Podium diskutieren: Steffen Kache (Distillery und Vorsitzender der IG LiveKOmm), Rene Hobusch (Haus und Grund), Norma Brecht (Stadt für Alle), Prof. Dr. Dieter Rink (Stadtforscher UFZ), Jürgen Kasek (Rechtsanwalt, Spitzenkandidat Wahlkreis 2) und Tobias Peter (Pöge-Haus, stadtentwicklungspolitischer Sprecher, Spitzenkandidat Wahlkreis 2).

„Nicht erst seit der drohenden Schließung des Peter K. wird in Leipzig intensiv über die Zukunft der Club- und Kneipenkultur in der wachsenden Stadt gestritten. Wir wollen mit verschiedenen Akteuren darüber sprechen, welche rechtlichen, aber auch politischen Möglichkeiten es gibt, um die vielfältige und lebendige Clubkultur in Leipzig zu erhalten“, umreißt Tobias Peter das Ansinnen der Veranstaltung. „Wir wollen unter anderem diskutieren, inwiefern Instrumente wie Konzeptvergabe oder Milieuschutzsatzung geeignet sind, auch Clubs, Kneipen und kreative Freiräume vor Immobilienspekulation zu schützen.“

„Viele Investoren sehen Clubs und Veranstaltungsstätten zunehmend als störend an und wollen stattdessen eine höhere Rendite durch monokulturelles Wohnbauen erreichen“ so Jürgen Kasek. „Dabei gibt die Baunutzungsverordnung mit dem neu eingefügten § 6a BauNVO direkt die Möglichkeit, dass Clubs und Wohnbebauung nebeneinander existieren können. Der Stadt droht aktuell der unwiderbringliche Verlust von Kulturstätten und Freiräumen. Leipzig verliert dann deutlich an Attraktivität gerade für junge Menschen“, warnt Rechtsanwalt Jürgen Kasek.

Beginn ist 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Hintergrund: Das Peter K. (Ludwigstraße/Ecke Hermann Liebmann Str.), beliebter Treffpunkt im Leipziger Osten, ist aktuell von der Schließung bedroht. Damit würde sich das Peter K. in eine Reihe von Lokalitäten wie z.B. das So&So oder 4Rooms einordnen, die aufgrund der Entwicklung des Immobilienmarkts in der Stadt bislang verdrängt wurden.

Autor: juergenkasek

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