Abscheulichkeiten im Fall Sophia.

Eigentlich möchte man darüber keine Worte verlieren aber es nicht zu ertragen.
Ein Mensch ist vermutlich gestorben. Es gibt einen Tatverdächtigen. Der Rest ist weitgehend unbekannt.

Eine junge Frau, die trampen wollte, ist verschwunden. Die Polizei geht von einem Tötungsverbrechen aus. All das ist schlimm genug.

Vielmehr gibt es nicht zu sagen und all unsere Gedanken unser Beileid sollten bei der Familie und Freunden in diesen Stunden sein.

Die Nationalität des Täters spielt keine Rolle. Weder für die Eltern und Freunde ändert es etwas an der Situation. Und die Nationalität hat auch mit dieser Art von vermuteter Tat nichts zu tun. Ein Verbrechen ist ein Verbrechen und es ist gleich wer es begangen hat. Die Person des Täters wird erst auf Ebene der Schuld im Rahmen der Strafzumessung betrachtet.

Aber es kommt wie es kommen muss. Wieder, wie so oft, weiden sich Menschen daran und sehen sich bestätigt, indem sie wohlfeil gröhlen können: „Der Ausländer wars“.

Die Spitze der Unmenschlichkeit ist S. Däbritz, der zweite Mann an der Spitze von PEGIDA, dieser im Kern von Hass zerfressenen Gruppe, die dem Faschismus huldigt und immer noch in Dresden läuft.

Sophia, war, wie ihre Angehörigen mitteilen ein Mensch, der Schwächeren geholfen hat und sich antirassistisch engagierte. Es tut für den Fall nichts zur Sache aber es macht verständlich warum sich die Familie gegen rassistische Kommentare wehrt und auf den Umstand hinweist.

Einen Umstand, denn Däbritz, der damit das ganze Gedankengut des rechten Randes zusammenfasst wie folgt kommentiert:

„Die junge Frau brachte das ultimative Opfer für ihre Überzeugung und ihren Lebensstil, ihr Schicksal hat ja vielleicht auch irgendeine andere normale Frau gerettet, die sonst an ihre Stelle getreten wäre.“

Ein Kommentar voller Hetze, der selbst den Toten und ihrer Familie keine Ruhe gönnt und sie verhöhnt.

Jeder Mensch, der nicht die Meinung von PEGIDA ist, ist unnormal und jedes Opfer gerecht.

Wie selbstgefällig, pietätlos und fern aller zivilsatorischer Normen und Werte dieses Abendlandes kann man sein?

Nein, es gibt mit PEGIDA, der AfD und all jenen die sich dieser Meinung, die fern aller zivilsatorischen Standards und jedweder Menschlichkeit ist kein Verständnis, keine Diskussion.

Es sollte auch dem letzten Menschen dämmern, dass es dieser Gruppe nur um die Spaltung der Gesellschaft geht um das hervorrufen von Hass und die Verachtung.

Die Sätze sind darüber hinaus, sollte es so sein, eine Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener, strafbar gem. § 189 StGB. Eine Anzeige wird bei diesen Menschen nicht mehr viel helfen aber man sollte es dennoch tun.

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Autor: juergenkasek

Lebe lieber ungewöhnlich. Rechtsanwalt, Politiker, Aktivist, Umweltschützer, Blogger, Sportler

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