Gentrifizier das, Leipzig!

Ein Aufruf zur Umgestaltung der Stadt, in Vorbereitung des Kommenden.

Leipzig verändert sich, in atemberaubender Geschwindigkeit. Neue Menschen, mehr Autos, mehr Kapital – immer mehr, immer höher und weiter. Aber wohin?

Die Zentrifugalkraft drückt Ideen ohne Kapital an die Wand. Wo eben noch die nette Nachbarschaftskneipe wie das 4rooms, bald schon bürokratisch aufgemotzte Leere für zuviel Geld pro Quadratmeter.
Wo gestern noch die Gartenfläche des BUND Leipzig und der Freisitz des Black Label bald schon überbautes in Beton gefasstes Land.
Kleine Kellerclubs schon lange geschlossen und bald schon Leere.
Den Schönen und Reichen wird die Ausdruckslosigkeit des Morgens vielleicht gefallen. Aber uns?

Wohnungen zu Ferienwohnungen oder Luxuspartments – Altmieter stören da nur, können weg. Geld hat man zu haben im Disneyland und wenn nicht? Haste Pech gehabt. Alles muss schön und neu sein.
Wo bleibt der Aufschrei?

Spätis reguliert, Clubs gegängelt, Illegalle Partys auf einmal nicht mehr hipp sondern im Verdacht des Umstürzlerischen und die Polizei patroulliert in der Szene.

Freiflächen zu Sichtbeton und Gallerien zu sündhaft teuren Lofts – wer es sich leisten kann ist willkommen aber der Rest?

Der Druck nimmt zu. Immer mehr Autos, weniger Ruh und schon soll es neue Straßen geben. Welch Irrsinn? Mehr Straßen, weniger Platz, mehr Lärm und Dreck und bald schon ziehen die ersten wieder weg.

Nein, so kann es nicht werden, so kann es nicht gehen. Wir, die hier leben, müssen uns stärker einschalten – uns gehört die Stadt und nicht denen, die hier nur Rendite sehen.

Eine Stadt für Alle soll es sein und nicht nur für die die es sich leisten können. Kreativität braucht Freiräume und keine Überregulierung.

Ihr träumt vom Paradies der Spießer? Wir träumen von der Freiheit.

Und für diese Freiheit werden wir kämpfen: Für Freiräume, bezahlbare Mieten, für Parks und Spielplätze im öffentlichen Raum. Die Häuser denen die in Ihnen leben und die Straße denen, die sich als Menschen auf ihr bewegen und sie gestalten wollen.

Dafür werden wir kämpfen und wir hoffen ihr seid dabei. Anfang März gehen wir auf die Straße und schalten uns ein – wir leben und wir lieben hier, denn dies ist auch unsere Stadt.

Autor: juergenkasek

Lebe lieber ungewöhnlich. Rechtsanwalt, Politiker, Aktivist, Umweltschützer, Blogger, Sportler

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