Tag der Gewaltlosigkeit

Gewalt beginnt mit der Sprache, beginnt mit dem Denken. Die Sprache ist der erste Schritt zur Gewalt. Worte können sein wie winzige Arsendosen, die erst langsam ihr Gift entfalten und über die Zeit vernichten.

Gerade in den sozialen Netzwerken geht es oftmals darum nicht zu diskutieren sondern den „Gegner“ zu entmenschlichen, seine Integrität zu negieren und dadurch Schaden auszulösen. Und wenn der Gegner schon kein Mensch mehr ist, fällt es umso leichter Gewalt gegen ihn anzuwenden. Und es sind nicht nur die offensichtlichen Beleidigungen die Spuren hinterlassen sondern auch die subtilen, beiläufigen Bemerkungen, die auf den ersten Eindruck so harmlos daher kommen und im verborgenen die zersetzende Kraft entfalten.

Es betrifft alle Seiten. Umso bedenklicher wenn die Sprache der Verrohung durch die Politik übernommen wird und wir davon reden, dass andere „gejagt“ werden, „auf die Fresse kriegen“, „versifft“ sind und so weiter. Und wenn wir erst davon reden, dass wir andere „Jagen“ dann werden wir es vielleicht auch eines Tages tun. Allein, in so einer Gesellschaft will ich nicht leben.

Schaut man in die ein oder andere Kommentarspalte, in der sich zusammenhangsloser Hass wiederspiegelt fällt es schwer die Ruhe zu bewahren und sachlich zu bleiben. Aber genau das ist die Aufgabe. Nicht die eigene Fassung zu verlieren und auf Beleidigungen nicht mit Beleidigungen zu reagieren.

Und die Aufgabe besteht auch darin immer wieder selbst zu reflektieren und das Gesagte auch zu hinterfragen und den Empfängerhorizont mit zu denken.

Und genau an diesem Tag, kann man sich dem vergegenwärtigen und hinterfragen, wo mensch ausfällig wurde und warum und wie die Situation zu lösen gewesen wäre.

Autor: juergenkasek

Lebe lieber ungewöhnlich. Rechtsanwalt, Politiker, Aktivist, Umweltschützer, Blogger, Sportler

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