Du mein Leipzig – ein Rantpost.

Es ist gar nicht lange her, da wurde Leipzig hochbesungen. Es war das Disneyland des Unperfekten. Ein Versprechen auf eine andere Zukunft, Ort voller Möglichkeiten. Die größte Provinzmetropole der Welt, irgendwo zwischen liebevollen Größenwahn und kleinem Denken- das war Hypezig.
Und diejenigen, die anfingen Werbung damit zu machen haben es nicht verstanden!

Und jetzt? Steigen die Mieten und selbst in den Premiumlagen an der gefährlichsten Straße Europas wird modernisiert und an der Preisschraube gedreht. Menschen werden verdrängt. In den Zentrumslagen zahlt man Mieten, die gern mit München konkurrieren wollen und dabei vergessen, dass das Bargeld hier etwas knapper ist.
Die Freiräume verschwinden, werden enger und weichen hochgezüchteten Betonbunkern für die Reichen der Stadt? Jahrtausendfeld? Noch Feld und bald bebaut.

Rumpelkammer, Helheim und viele mehr schon verschwunden- urige Kneipen der Stadt. 4rooms schließt auch. Muss dem Kapital weichen.

Westwerk Leipzig einst Nukleus im Leipziger Westen, Outpost der Kultur und Ausgangspunkt der Entwicklung bald durchgentrifiziert und dann träumen die nächsten von der Begradigung der Connewitzer Wildheit.

Wir reden über die Sperrstunde? Seriously? Hier? Gehts noch?

Nein, dass ist nicht mein Leipzig. Hier ist Platz für Alle aber die Stadt dem Gewinnstreben opfern damit alles seine Ordnung hat und laute Musik schon als Angriff auf die Ordnung verstanden wird und junge Menschen in größeren Gruppen schon verdächtig sind? No way.

Kein Raum für neue Leipziger Spießigkeit. Und ihr die ihr hier lebt, diese Stadt liebt und mit ihr die Wildheit, solltet anfangen dafür zu kämpfen und euch einmischen und diese Stadt gemeinsam gestalten. Sonst wacht ihr eines Tages auf und stellt fest, dass all das was ihr mochtet, verschwunden ist.

Es wird Zeit.

Für ein Leipzig – Stadt für alle.

 

Link zur Petition zur Aufhebung der Sperrstunde in #Leipzig

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3 Kommentare zu „Du mein Leipzig – ein Rantpost.“

  1. Ja, ja, früher war alles besser… der Leipziger Westen sah aus wie kurz nachm Krieg, die Mieten waren billig, aber die Zustände auch. Leipzig lebt in keiner Blase und rückwärts denken bringt nichts. Mietwucher muss entgegen getreten werden! Aber das Rad der Zeit kann man insgesamt zum Glück nicht aufhalten.

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    1. Vollkommen richtig. Deswegen geht es ja darum, dass wir gemeinsam Leipzig gestalten. Es geht nicht um ein zurück in die Zukunft sondern um ein Leipzig für Alle.

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