Promenadenring Autofrei- Aufruf zur Demonstration am 03.06.2017

Promenadenring Autofrei., Demoaufruf 03.06. Johannisplatz 14-16 Uhr. Leipzig

Prolog:
Der 3. Juni ist europäische Tag des Fahrrades. Er wurde aufgrund der zunehmend problemhaften Verkehrsdichte insbesondere durch den motorisierten Individualverkehr eingeführt und soll darauf hinweisen, dass das Fahrrad das umweltfreundlichste, gesündeste und sozial verträglichste Verkehrsmittel ist.

Probleme.
Leipzig ist eine wachsende Stadt. Dabei wird die Stadt nicht nur größer sondern auch die Verkehrsdichte nimmt zu, die Zahl von privaten KfZ in der Stadt steigt. Betrachtet man die Debatten im Stadtrat zur Fragestellung, wie die Probleme eines begrenzten Stadtraums und steigender Nutzerzahlen zu lösen sind, fühlt man sich an das letzte Jahrhundert erinnert.
Immer öfter wird inzwischen gefordert wieder mehr Straßen zu bauen um dadurch bestehende Straßen zu entlasten. Dass mit neuen Straßen mehr Verkehr geschaffen wird, was in der Verkehrswissenschaft längst klar ist und unter den Begriff des induzierten Verkehrs diskutiert wird, scheint Vertreter von Parteien und Wirtschaftsverbänden indes nicht zu stören.

War in den letzten Jahren spürbar, dass sich die Verkehrsplanung weg vom Auto hin zu den Verkehrsarten des Umweltbundes orientierte und die Zahl von Radstreifen deutlich zunahm, haben zuletzt die Vertreter der alten Ordnung – des autozentrierten Denkens- zum Gegenschlag ausgeholt.

Peloton.
Besonders prägnant ist dabei die Diskussion um den Leipziger Promenadenring. Bereits seit 1998 gibt es einen Stadtratsbeschluss der fordert, dass die Verkehrsbedeutung des Rings deutlich reduziert werden müsste. Trennt der Ring doch das Zentrum von den angrenzenden Stadtvierteln ab und behindert so den Austausch.

Wurde vor einigen Jahren, bedingt durch die Novelle der StVO und die Entfernung der Richtgeschwindigkeitsschilder, die Diskussion geführt wie ein vernünftiger Radweg um den Ring aussehen kann, den es nicht gibt, wird jetzt darüber diskutiert ob die Straße vor dem Bahnhof nicht abgesenkt werden kann um die Nutzerbeziehungen zu entflechten. Der Autoverkehr soll damit beschleunigt werden, die Straßen werden leistungsfähiger – die Umweltbilanz wird negativer.

Zieleinlauf:
In dieser Diskussion, dass seit der Erfindung des Autos nicht etwa, was anzunehmen wäre, die im Verkehr aufgewendete Zeit abgenommen hat, sondern die Entfernung und Beschleunigung und damit die Probleme zugenommen haben und es nie energieeffizient sein kann, egal ob e-mobilität oder nicht, mehrere Tonnen in Bewegung zu setzen um einen Körper von durchschnittlich 80 kg zu bewegen, fordern wir nicht die Abschaffung des Autos sondern die konsequente Förderung der umweltfreundlichsten Verkehrsarten- allen voran des Fahrrades.

Um so sicherer Fahrrad fahren in Leipzig wird, umso dichter und leistungsstärker das Radwegenetz wird und es ausreichend sichere Abstellmöglichkeiten gibt umso mehr Menschen werden auf das Fahrrad umsteigen und damit einen Beitrag zur Entlastung des öffentlichen Raumes, zur Förderung der Gesundheit und zur Vermeidung von Schadstoffemissionen beitragen.

Epilog:
Am Promenandenring kulminieren die Probleme. Wir brauchen keine innerstädtische Autobahn, wir brauchen eine Stadt für Alle und klare, schnelle Wegebeziehungen für Radfahrer und Fußgänger. Genau dafür streiten wir und genau deswegen fahren wir mit unseren Rädern über den Ring – für eine Stadt für Alle, für die Stärkung des Radverkehrs, für einen autofreien Ring.

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